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Die
Überflutung
Die spiegelglatte, trügerische Festigkeit der Flüssigkeit versperrt
den Weg nach vorn. Ein Rest von Sicherheit ist verblieben, auf den man
den Fuß zu setzen wagt.
Kein Durchschreiten, sondern ein Verharren in der Hilflosigkeit des
Nichtweiterwissens. Die Grenze ist gezogen zwischen dem Hier und der
Ferne, die durch Helligkeit verspricht, was die Bedrohung der Dunkelheit
vernichten will.
Der Traum ist abgedeckt durch eine glatte Haut, über der sich das scheinbar
Sphärische monolithisch verdichtet. Das Leichte, Durchdringbare wird
konkret in der Form. Die Geometrie reglementiert den Zufall des Ungebundenen.
Zunächst noch zerbrechlich, durchscheinend, dem Medium der Entstehung
verwandt, läßt es doch die Verfestigung erahnen.
Ein spärlicher Rest des Lebens, eingeschlossen in der Struktur, erstarrt
in der Stille des Unbewegten, bewahrt uns die Erinnerung an das, was
einmal war.
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Die Überflutung
Farbradierung 1980 49,
0x 39,5 cm
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