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70er
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Die Überflutung

Die spiegelglatte, trügerische Festigkeit der Flüssigkeit versperrt den Weg nach vorn. Ein Rest von Sicherheit ist verblieben, auf den man den Fuß zu setzen wagt.

Kein Durchschreiten, sondern ein Verharren in der Hilflosigkeit des Nichtweiterwissens. Die Grenze ist gezogen zwischen dem Hier und der Ferne, die durch Helligkeit verspricht, was die Bedrohung der Dunkelheit vernichten will.

Der Traum ist abgedeckt durch eine glatte Haut, über der sich das scheinbar Sphärische monolithisch verdichtet. Das Leichte, Durchdringbare wird konkret in der Form. Die Geometrie reglementiert den Zufall des Ungebundenen. Zunächst noch zerbrechlich, durchscheinend, dem Medium der Entstehung verwandt, läßt es doch die Verfestigung erahnen.

Ein spärlicher Rest des Lebens, eingeschlossen in der Struktur, erstarrt in der Stille des Unbewegten, bewahrt uns die Erinnerung an das, was einmal war.

 


Die Überflutung
      Farbradierung  1980       49, 0x 39,5 cm


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2000
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